Essen · Wildkräuter

Unkraut-Butter

Diese wunderbare sonnige Woche stand ganz im Zeichen des Unkrautjätens. Nach einigen Nachmittagen im Garten sind auch deutliche Unterschiede in den Beeten zu sehen. Die Himbeeren hab ich zurückgeschnitten und vom schlimmsten Beikraut befreit – das geht jetzt noch besser als im Sommer, wenn die Sträucher selbst so viel dichter sind. Und in den anderen Beeten sind zumindest die größten Löwenzähne ausgebuddelt.

Unter dem Unkraut waren auch einige meiner Lieblingspflanzen wie Gundermann und Schaumkraut, die ich sehr gerne esse. Darum hab ich ein paar mit ins Haus genommen, gut gewaschen, klein geschnitten und mit weicher Butter vermischt. Etwas Salz dazu und wenn der Geschmack noch nicht passt, kann man einfach eine Zehe Knoblauch hinein reiben – dann schmeckt es immer.

  • Kräuter aus dem Garten, gewaschen und gehackt
  • weiche Butter
  • Salz
  • evtl. Knoblauch

Natürlich ist Wildkräuter-Butter ein eleganterer Name. Aber wenn ich in den Garten gehe um die Zutaten zu sammeln, fühlt es sich viel mehr nach Unkraut-Butter an.

Geeignete Zutaten sind: Giersch, Gundermann, Wiesen-Labkraut, Löwenzahn, Vogelmiere, Schaumkraut und sicher noch viele mehr. Ich finde es immer wichtig, dass die Stelle, an der ich die Kräuter pflücke nicht für Hunde zugänglich ist und dass sie nicht neben einem Feld ist, wo man nicht weiß, was an Pflanzenschutz- oder sonstigen Mitteln aufgebracht wird.

Aber es lohnt sich trotzdem, sich die Arbeit zu machen, denn diese ganzen kleinen Kräuter stecken voller gesunder Nährstoffe und wurden über Jahrhunderte als Heilmittel für die verschiedensten Beschwerden verwendet. Außerdem finde ich es so toll, dass sie alle schon jetzt im März wachsen, wo es sonst nicht viel zu ernten gibt.

Auch vom Bärlauch hab ich einige Blätter mit in die Butter reingegeben – den zähle ich nur nicht als Unkraut, weil ich ihn selbst gepflanzt habe.

Heute steht in weiterer Tag im Garten an – nach dem langen grauen Winter tut die Sonne so gut. Außerdem müssen die Kinder zum Zimmer aufräumen gezwungen werden und vielleicht komm ich endlich mal zum Nähen – der Mantel wurde zwar wirklich gut bedacht, aber noch überhaupt nicht angefangen und auch ein paar kleine Ostersachen wären langsam mal dran.

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20 Kommentare zu „Unkraut-Butter

  1. Ich finde Unkrautbutter viel „echter“! Super, würde mir bestimmt sehr gut schmecken. Ins Café kam manchmal eine Mitnäherin, sie buk ab und an mal „Wildkräuterbrot“, ich nannte es auch Unnkrautbrot und es war vorzüglich.

    Nana

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  2. Ich müsste mich echt mal damit beschäftigen, was hier qirklich an Beikräutern wächst. Ich mag Kräuterbutter ja sehr, das wär doch mal was. Oder mit Quark zu Pellkartoffeln? Muss ich ausprobieren
    Herzlichst
    yase – ich komme gerade auch nicht zum nähen

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    1. Liebe yase,
      mit Quark ist eine hervorragende Idee – das hab ich letztes Jahr oft gemacht und über den Winter vergessen 😂 Kommt gleich auf die Einkaufsliste für nächste Woche.
      Ich hab so ein kleines Kräuterbuch in dem echt viel drin steht – das kann man schön mit in den Garten nehmen. Ein smartes Phone geht sicher auch…
      Liebe Grüße
      Nanni – heut morgen hab ich zugeschnitten… 😊

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  3. Liebe Nanni,
    ich finde Unkrautbutter einfach klasse. 😊 Wobei in der Natur alles einen Sinn und Nutzen hat. Vielleicht passt dann eher Kraut oder Kräuter. Aber wie auch immer Hauptsache es schmeckt. 😁

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

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    1. Liebe Andrea,
      vielen lieben Dank Dir!
      Beim Unkraut kommt es ja vor allem auf den Standort an – in den Himbeeren ist es unerwünscht, an anderen Orten im Garten darf es in Ruhe wachsen 😊
      Dir einen schönen Sonntag,
      liebe Grüße
      Nanni

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  4. Unkautbutter, diese Überschrift zog mich magisch an. Gerade am Freitag hatte ich meinen Teilnehmern von Blumenbutter berichtet, in die ich statt der {Un}kräuter Blütenblätter von Ringelblumen, ganze Blüten von Boretsch und klein gezupfte Blütenblätter von rosafarbenen Rosen einknete. Eine Prise Salz nicht zu vergessen.
    Da musste ich nun über deine Unkrautbutter unbedingt lesen. Leider muss ich zugeben, dass ich weder von Gundermann, Wiesen-Labkraut oder Schaumkraut weiß, wie diese überhaupt aussehen. Da muss ich mich mal schlau machen.
    Vielen Dank für den Kräuter-Tipp.
    Hab einen schönen Sonntag
    wünscht die Mira

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    1. Liebe Mira,
      eine Blütenbutter finde ich auch toll – sobald noch mehr aufgeblüht ist, wird es das hier auch geben 😊 Bei den Wildkräutern ist es schon wichtig, dass man sich ein bisschen auskennt – ein paar giftige Pflanzen gibt es hier ja doch. Ich hab mir schon vor Jahren ein Buch über Wildkräuter gekauft und lerne jetzt jedes Jahr neue Pflanzen kennen – das ist wirklich sehr bereichernd! Und viele Blüten von Wildkräutern kann man ja auch essen – oder in Blumenbutter geben.
      Viel spaß beim weiteren Erforschen!
      Danke Dir für’s Vorbeischauen und deinen netten Kommentar!
      Dir auch einen guten Sonntag,
      liebe Grüße
      Nanni

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