Essen · Gemüse

Kimchi oder so ähnlich

Endlich hab ich es geschafft, Kimchi zu fermentieren, ohne ohne dass es schimmelt oder auf andere Art umkippt! Ich hab schon einige Rezepte ausprobiert, viele mit Knoblauch, Chili etc., aber keines davon ist gelungen. In unserem Unverpacktladen hab ich jetzt ein Glas mit Kinder-Kimchi gekauft, das aus Karotte, Kohlrabi, Weißkraut, Paprika und Kurkuma bestand. Das hab ich einfach nachgemacht, nur Kurkuma hatte ich nur noch ganz verrunzeltes, das hab ich lieber rausgelassen.

So ist die Gemüseauswahl ist eher fränkisch als asiatisch und es ist auch ohne Gewürze; bei denen hab ich immer vermutet, dass sie zur Schimmelbildung beitragen. Vielleicht versuch ich die nächste Runde aber doch mal mit Kurkuma.

Und so geht es:

Gelbe Rüben in Scheiben, Kohlrabi in Stifte, Weißkraut in Streifen und Paprika in Stücke schneiden. In ein Glas (oder Gläser) schichten, so dass oben noch 5cm Platz ist. Dann mit Salzwasser übergießen, dabei 1El Salz auf einen halben Liter Wasser verwenden.

Die Deckel locker auflegen und die Gläser bei Raumtemperatur lagern. Einmal täglich das Gemüse mit den Fingern im Glas nach untern drücken. Meistens beginnt es schon am zweiten Tag zu blubbern und nach ungefähr 5 Tagen hört es wieder auf. Dann ist es Zeit, das Gemüse in den Kühlschrank oder einen richtig kühlen Raum zu stellen, denn die erste Phase der Fermentation ist beendet. Ich beginne jetzt schon, das Gemüse zu essen, weil ich es nicht gerne so ganz sauer hab und so langsam reift es ja noch nach.

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17 Kommentare zu „Kimchi oder so ähnlich

  1. Oh, voll lecker! Meine Freundin hat mich gestern Kimchi probieren lassen und ich habe mir jetzt ein paar Gläser davon bei meiner Schwägerin im Bioladen bestellt. Aber ich habe auch ein Glas, in dem aber gerade mein selbst gemachtes Sauerkraut vor sich hin blubbert. Sobald das fertig ist, werde ich mich auch mal an eigenes Kimchi wagen. Bei uns wird es dann eine schwäbische Mischung 😉 Wir haben einen Gemüse-Gemeinschaftsacker und dann verwende ich das dort angebaute Gemüse.
    Viele liebe Grüße
    Marion

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    1. Liebe Marion,
      Sauerkraut im Glas finde ich auch toll! Mit Gemüse aus dem eigenen Garten gelingen die fermentierten Sachen immer am besten, finde ich – da sind wohl genau die richtigen Bakterien drin… eine schwäbische Kimchi-Mischung ist sicher auch super!
      Viele liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Nana,
      im Grunde nach Sauerkraut 😁 – das ist der Grundgeschmack vom milchsauer Vergorenem.
      aber z.B. die Paprika machen das Ganze sehr lecker und Gelbe Rüben und Kohlrabi sind viel milder als Sauerkraut und kauen sich viel besser. (rohes Sauerkraut kann ich auch kaum essen)
      Man kann auch eine kleine Menge aus Gemüse, das man gern mag, machen und z.B. wenn man davon etwas kocht, ein kleines Glas zum fermentieren füllen (ich finde Blumenkohl auch sehr lecker)
      Oder Du verschenkst es, wenn es Dir nicht schmeckt 😉
      Liebe Grüße
      Nanni

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  2. Ich bin ja so von gestern, dass ich das noch gar nicht kannte, nicht mal dem Namen nach. Aber ja, wenn es mit Weißkohl geht, warum nicht mit anderem Gemüse.
    Wie lange ist das denn im Kühlschrank so ungefähr haltbar?
    LG
    Centi

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Centi,
      naja, in unserer komplexen Welt ist es ja klar, dass nicht alle die gleichen Sachen zur gleichen Zeit entdecken…
      Zur Haltbarkeit: diese Mischung hab ich erst seit 2 Wochen, ich vermute es hält sich 2 Monate – die Paprika sind hier wahrscheinlich die ersten, die schlapp machen…
      Zum Vergleich: erfahrungsgemäß hält sich Blumenkohl 2-3 Monate, Sauerkraut und Blaukraut 6 Monate, Gurken 2-3 Monate, Rote Beete 6 Monate, Zucchini 2-3 Monate…
      Wichtig ist, immer sauberes Werkzeug zum herausnehmen zu verwenden – vor allem bei Gabeln mit Käseresten kippt danach alles sehr schnell um…
      Lange Antwort auf eine einfache Frage 😁
      Liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Ingrid,
      vielen Dank Dir!
      Ist das auch histaminhaltig? Das wusste ich gar nicht – und dachte fermentiertes wäre für jeden gesund 😉 Ich stell mir das ganz schön anstrengend vor, etwas ganz zu vermeiden, von dem man nicht irgendwie erkennt, wo es drin ist… wahrscheinlich muss man sich sehr auf die Dinge konzentrieren, die man essen darf?
      Liebe Grüße
      Nanni

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  3. Oh ja, ich muss mich auf das Wenige, das ich noch essen darf konzentrieren. Alles was eingemacht/eingedünstet/eingeschweißt ist, ist für mich tabu. Es ist manchmal ganz schön schwierig und verdrießlich. Aber, es gibt immer Schlimmeres! Alles essen zu können – das ist ein Stück Freiheit, über das man sonst gar nicht nachdenkt 😊. Ich auch nicht, solange es mir noch gut ging…
    Liebe Grüße
    Ingrid

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Ingrid,
      das ist echt nicht so einfach… zum Glück bleiben manche der leckersten Sachen noch für dich übrig – wie Zucchini und Melonen 😉 und Milch und Getreide ist auch toll, da müssen ja viele auch drauf verzichten…
      Ales Gute Dir und liebe Grüße
      Nanni

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