Nähen

Indiaka-Beutel

Seit einer ganzen Weile spielen die Mädels in den Schulpausen Indiaka – das ist dieser Federball, den man mit der Hand schlägt. Man kann im Kreis spielen oder wie bei Volleyball übers Netz. Leider gehen die Spielgeräte schnell kaputt und noch viel schneller, wenn sie immer im Schulranzen transportiert werden. Darum dacht ich, man könnte doch mal eine schöne kleine Tasche nähen und ausprobieren, ob die Teile vielleicht länger halten, wenn sie geschützt transportiert werden?

Auch für den Urlaub finde ich die Tasche gut, denn da kommt natürlich auch ein Indiaka mit – sogar bei kleinen Pausen auf Rastplätzen kann man damit spielen, ohne, dass immer ein Ball davonrollt und auch auf Campingplätzen ist das oft ein praktischer Sport.

Der Boden der Tasche ist aus einem Rest Kunstleder und der Außenstoff ist mit starker Bügeleinlage versehen. Das Futter geht oben bis zum Ende der Bügeleinlage, so dass das Oberteil zum Zuziehen nur einlagig ist. Ein alter Schnürsenkel und ein herumfliegender Drückverschluss vollenden den kleinen Beutel.

Hier noch die Maße, falls es unter euch auch Indiaka-Spieler gibt:

  • Boden: Kreis mit Radius 12cm,
  • Außenstoff: 33 cm breit (10cm X Pi plus zweimal 0,75cm Nahtzugabe) und 31cm hoch
  • Bügeleinlage: 33cm X 20cm
  • Futterstoff: 33cm X 22cm

Bügelvlies mit 1cm Abstand vom unteren Rand auf den Außenstoff bügeln. Dann den Futterstoff oben an die Einlage (und den Außenstoff) nähen, dabei am Anfang und Ende der Naht 1,5cm frei lassen. Die Seitennähte von Außenstoff und Futter einzeln schließen. Beim Außenstoff drei Zentimeter vom oberen Rand entfernt eine Lücke von 2 cm lassen (vor unter nach der Lücke gut verriegeln).

Dann den Tunnel oben nähen: Stoff 1cm einfalten und bügeln, dann nochmal 2 cm umklappen und ebenfalls bügeln. Knappkantig absteppen und dabei darauf achten, dass die Lücke für das Zugband an der richtigen Stelle ist (also oben außen).

Am Ende den Boden an Außenstoff und Futter anbringen. Bei der festen Einlage finde ich es praktischer, wenn dabei der Außenstoff unten liegt – sonst nähen sich Kreise ja besser, wenn der Kreis unten liegt, aber wenn die Seitenteile so steif sind, finde ich es anders praktischer – aber das muss vielleicht jeder für sich selbst ausprobieren…

Nun noch ein Band durchfädeln und schon ist der Indiakabeutel fertig.

Jetzt hoffe ich mal, dass die Federbälle in Zukunft etwas länger halten…

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28 Kommentare zu „Indiaka-Beutel

  1. Liebe Susanne,
    etwas Bewegung in der Pause finde ich immer eine gute Idee. Der Beutel fürs „Sportgerät“ gefällt mir total gut. 😊 Da hattest du eine super Idee. Ich drücke die Daumen das, das „Sportgerät“ jetzt länger hält. 😁👍

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

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  2. Ach je, damit haben wir früher auch oft gespielt… und ja, die Federn hielten auch damals schon nicht lange.
    Hoffen wir, dass der Beutel seinen Zweck erfüllt. Aussehen tut er auch jeden Fall toll! 🙂
    LG
    Centi

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    1. Liebe Nina,
      lustig! Direkt nachdem ich das gepostet hab, bin ich in die Küche und hab ausprobiert, welche Wasserflaschen reinpassen 😁 z.B. „Emil“ passt rein – da ist der Beutel eher zu locker, aber für die großen Flaschen ist er nicht hoch genug. Aber wenn ich mal einen Flaschenbeutel brauche, weiß ich schon, wie man ihn näht…
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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  3. Hallo Nanni,
    was für eine tolle Aufbewahrung, da ist das Ding perfekt verpackt. Ähm, bei uns liegt das immer so auf dem Garagenregal rum, sollte ich vielleicht auch mal was dagegen unternehmen.
    Der Stoff ist auch total schön und ich bin sicher, dass der Beutel oft benützt wird.
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

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    1. Liebe Manu,
      danke Dir! Morgen werd ich ihn den Mädels mitschicken – und dann kauf ich neue Federn…
      Hier fliegen die Indiakas auch einfach im Eingangsbereich herum – das hilft auch nicht für die Haltbarkeit…
      Liebe Grüße zurück zu Dir,
      Nanni

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  4. Oh, Indiaca! Das habe ich früher ganz viel gespielt, mit Kindern im Ferienlager. Jetzt schon lang nicht mehr, aber es müsste noch eins herumschwirren. (Vermutlich bei den ebenso lang unbenutzten Jonglierkeulen.) Stimmt, die Federn werden ganz schön schnell kaputt. Dieser Beutel ist eine geniale Idee! Ich müsste mal schauen, wo ich noch Ersatzfedern bekomme, um unseren wieder zu aktivieren. Dein Beitrag macht mir Lust drauf. Liebe Grüße, Gabi

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    1. Liebe Gabi,
      ich hab doch geahnt, dass es hier noch mehr Indiakaspieler geben muss 😉 Schön, wenn du wieder Lust bekommen hast! Also, wenn wir uns zum Jonglieren treffen, können wir gleich noch Indiaka spielen 😊
      Die Federn bestelle ich online im Indiaka-Shop (weiß aber nicht, wie es dort mit dem Versand nach Österreich ist…)
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Caroline,
      das Spiel besticht vor allem durch seine Einfachheit: man schlägt den Indiaka mit der Hand in die Luft… das wars schon. Man kann es aber wie Volleyball spielen, was sehr viel Spaß macht und auch für Leute geeignet ist, die das mit dem Ball nicht so gut können…
      Danke Dir,
      Bises,
      Nanni

      Gefällt 1 Person

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