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100 days 1 dress – Halbzeit

Im Januar hab ich diese lustige Challenge im Internet entdeckt und nach kurzem Überlegen hab ich mir ein Wollkleid bestellt (selbst bezahlt ;o)) und mich angemeldet.

Die Idee: 100 Tage lang dasselbe Kleid tragen – klingt doch eigentlich ganz einfach! Und nach der Halbzeit kann ich sagen: das ist es auch. Kein morgendliches Überlegen, kein Wühlen im Kleiderschrank, kein Frust, weil gerade das, was ich anziehen will, in der Wäsche ist. In den letzten Wochen hab ich höchstens 5% meiner Klamotten gebraucht und (für mich) viel weniger gewaschen.

Das Kleid hängt über Nacht vor dem gekippten Schlafzimmerfenster und am Morgen ziehe ich es wieder an. Mein größtes Problem war es, die Fotos zu machen – zum einen dran zu denken und dann jemanden zu finden, der kurz mal auf den Auslöser drückt. Nach einer Weile bin ich zum Selbstauslöser umgestiegen, aber die Fotos sind leider sehr schlecht. Aber sie müssen auch nicht schön sein, nur existieren, um die Challenge zu bestehen…

Man könnte das Kleid auch auf unterschiedlichste Weise stylen, aber es muss auch nicht sein. Meine warme Weste zum drüberziehen, mal ein Tuch oder einen Gürtel – mehr hab ich nicht gebraucht.

Und hier die ersten 50 Fotos:

Sind doch ganz schön viele Tage!

Ich finde die Idee im Sinne der Nachhaltigkeit und Einfachheit wirklich super und hoffe, dass ich dadurch inspiriert meinen ganzen Kleiderschrank vereinfachen und ausmisten kann. Mal sehen. Jetzt freu ich mich erstmal auf die nächsten 50 Tage, an denen ich genau weiß, was ich anziehen werde.

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Samstagsplausch

22 Kommentare zu „100 days 1 dress – Halbzeit

  1. Eine tolle Challenge und eine super Idee. Ich muss gestehen ich persönlich hätte mit einem Kleid ein kleines Problem. Mit zwei könnte ich mich aber arrangieren. 😁 Deine ersten 50 (wahnsinns) Tage finde ich super. 👍

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

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    1. Liebe Andrea,
      vielen Dank Dir! Das dachte ich am Anfang auch, aber da es Wolle ist, kann ich es abends in die Waschmaschine stecken, über Nacht aufhängen und am Morgen ist es wieder frisch 😊 Wobei natürlich auch zwei Kleider sehr minimalistisch sind 😁
      Liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Andrea,
      vielen dank Dir! Bis vor 7 Wochen hab ich auch kaum Kleider getragen 😂. Aber dadurch dass es so dünn ist, konnte ich bei kalten Temperaturen die Schneehose auch einfach drüberziehen. Jetzt hab ich sie schon weggepackt – mal sehen, ob das zu früh war?
      Liebe Grüße
      Nanni

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  2. Super, liebe Nanni. Ich habe eine solche Aktion vor Jahren bei Meike Winnemuth im Blog „Das kleine Blaue“ verfolgt und die Idee gefällt mir ausgesprochen gut, ein Jahr lang (oder eben 100 Tage) mit einem Kleid (oder vielleicht zwei Ausgaben davon, falls eines mal gewaschen wird) durch die Tage zu kommen.
    Eigentlich verfolge ich auch das Ziel, im Kleiderschrank mehr oder weniger nur noch Basics zu haben, die sich alle miteinander kombinieren lassen. Manchmal träume ich auch davon, nur noch Bluejeans plus weißes Shirt (T-Shirt oder Bluse) zu tragen, da ist man auch immer gut angezogen. Noch bin ich davon entfernt, weil mich die Modeindustrie doch immer wieder mit schönen Sachen „ködert“. 😉 Aber ich kaufe viel viel weniger Kleidung als noch vor ein paar Jahren, was während der #Corontäne sicherlich dem Homeoffice Rechnung trägt, aber auch weil Geschäfts- und Privatkleidung mehr und mehr verwischen, seit man keine Kostüme/Anzüge mehr ins Büro trägt (bei uns jedenfalls ist das nur noch ganz ganz selten der Fall).
    Liebe Grüße
    Anita

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    1. Liebe Anita,
      oh, da sagst du was – das mit der Jeans und dem weißen Oberteil ist auch ein Traum von mir! Leider wird das wohl nie was werden, weil bei mir weiß nie lange sauber bleibt 😂
      Beim Kleid ist das Waschen auch ganz unkompliziert; ich steck es abends in die Maschine, häng es über Nacht auf und morgens ist es trocken – und es ist ja nicht „verboten“ am Abend mal in Jogginghose und Schlabberpulli zu wechseln, während das Kleid wäscht 😉
      Ich finde es echt schön, dass die Tendenz allgemein zu weniger Kleidung geht, denn diese Flut von Billigklamotten, die gleich wieder weggeworfen werden, macht mich echt wütend. Andererseits ist mein Kleiderschrank so voll, weil ich seit 25 Jahren immer nur ansammle und mir auch schwer tue, was wegzugeben…
      Naja, mal sehen, ob sich das ändert…
      Hab ein wunderschönes Wochenende,
      liebe Grüße
      Nanni

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      1. Ich trage die meisten meiner Sachen auch über Jahre und auch schon Jahrzehnte. Billigklamotten kaufe ich gar nicht, sondern achte tatsächlich auf gute Qualität. Der „Nachteil“ ist, dass ich quasi nichts aussortieren brauche, weil es mehr oder weniger nicht wirklich kaputt geht. Dafür gebe ich die Sachen, wenn ich aussortiere, zum Second Hand/Kleidungsaufkäufer, sodass sie zumindest im Kreislauf bleiben.
        Ich arbeite weiter am Projekt Jeans/Bluse oder suche mir auch endlich mal ein tolles blaues Kleid. 😉

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        1. ja, aber das ist schon ein Nachteil, dass bei guter Qualität nichts kaputt geht 😂 da merkt man erst, dass sich die Mode tatsächlich immer ändert, weil auch die 15 Jahre alten Hosen irgendwie ganz anders geschnitten sind, ohne dass man gemerkt hat, dass sich was ändert…

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  3. So cool.

    War da nicht mal eine junge Frau (aus England), die ein Jahr lang das gleiche schwarze Kleid getragen hat? Blau ist fröhlicher. Steve Jobs hatte nur schwarze Kleider, da gibts auch nichts zu entscheiden. Ich höre, dass die Schweden auch sehr wenig Kleider haben und häufig das Gleiche tragen.

    Liebe Grüsse von Regula

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    1. Liebe Regula,
      es ist auch so, dass es niemandem auffällt… Natürlich treffe ich jetzt nicht so viele Menschen, aber nach 50 Tagen denkt man doch, dass sich irgendwer wundert – aber nein. Wahrscheinlich achten andere Menschen doch viel weniger auf uns als wir denken – ein schöner Gedanke 😊
      Liebe Grüße
      Nanni

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  4. Ich find das sehr mutig und wünsch dir viel Freude im 2. Teil.
    Mein Kleiderschrank ist deutlich weniger gefüllt, als andere. Und ja, auch da könnten noch ein paar Dinge gehen. Aber ich mag meine Sachen schon auch, kaufe eher selten was nach. Die meisten Sachen trag ich, bis sie löchrig, fast durchsichtig oder ausgeleiert sind. Das ist denk ich auch okay.
    LG von TAC

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    1. Liebe TAC,
      es fühlt sich gar nicht so wagemutig an 😊 Klar ist ein sinnvoll gefüllter Kleiderschrank das Ziel. Dazu dachte ich, es hilft mir, mal zu erleben, wie wenig man eigentlich braucht.
      Das mit dem Auftragen bis sie zerfallen mach ich mit meinen Klamotten auch 😉
      Danke dir und liebe Grüße
      Nanni

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  5. Das ist ja eine lustige Challenge. Nur ein Kleid für 100 Tage zu tragen, dass ist mir noch nicht in den Sinn gekommen, aber ich kann mich noch an die Erzählungen meiner Mutter erinnern, die um 1920 geboren wurde. Das war damals durchaus Gang und Gebe. Ich finde es toll das du es ausprobiert hast und der Nachhaltigkeitsgedanke ist definitiv nachahmenswert, vielleicht nicht 100 Tage im Stück *lol* aber auf jeden Fall mit weniger Kleidung auszukommen. Gute Idee!
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Annette

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    1. Liebe Annette,
      da hast du recht, vor 100 Jahren war das ganz normal. Kann man sich gar nicht mehr vorstellen…
      Gerade im Moment finde ich es schön, dass ich am Morgen schon mal eine Entscheidung weniger treffen muss. Und bin gespannt, ob sich mein Anzieh-Verhalten dadurch ändert…
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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  6. Die Idee finde ich total klasse, sie regt auf alle Fälle zur Nachahmung an. Bestimmt auch eine tolle Erfahrung, die man dabei macht. Ich versuche auch gerade meine Kleiderschrank zu minimalisieren und mehr zu kombinieren. Sollte mich auch mal so einer Challenge stellen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    1. Liebe Claudia,
      vielen Dank Dir! Ich bin gerade echt froh, dass ich mich getraut habe. Mein Kleiderschrank ist nämlich alles andere als minimalistisch, was ich gerne ändern würde, aber ich finde es auch nicht nachhaltig, den Großteil meiner Klamotten einfach so wegzugeben… (nur um dann panisch wieder neue zu kaufen, weil ich nichts zum Anziehen hab 😂)
      Aber wenn du Lust auf eine ähnliche Challenge hast, kann ich dich nur ermutigen – man verliert ja nichts dabei!
      Liebe Grüße
      Nanni

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  7. Liebe Nanni, was für eine Knalleridee. Mit dem blauen Kleid hast du dir auch ein schönes Allroundtalent ausgesucht, das würde ich auch nicht mehr ausziehen, das geht einfach immer und zu jedem Anlass 🙂

    Das erinnert mich ein wenig an eine Phase, die meine Große mal hatte als sie noch jünger war und für sich spontan eine Lieblingshose entdeckt hat (für mich wahllos, eine aus vielen). Die hat sie selbst im Bett nicht mehr ausgezogen und baden wollte sie damit auch… Das Waschen war dann immer ein „Drama“, musste halt auch mal sein 😉 Aber letztendlich hat sie mich dadurch auch etwas gelehrt, dass man wirklich nur einen Bruchteil der Kleidung wirklich braucht, anzieht und mag, die man so im Schrank hat.

    Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt 🙂

    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Liebe Bianca,
      Danke Dir 😊
      Das ist uns auch schon passiert, Kinder die plötzlich nur noch ein einziges Teil anziehen wollen – das mit dem Schlafen und Baden hab ich allerdings noch nicht erlebt, das toppt das Ganze schon noch 😂
      Bei uns haben die Mädels wirklich viele Klamotten, weil sie große Cousinen mit viel Kleidung haben, aber der Große hat ganz wenig und es funktioniert genauso… wenn die Mädels gar aus den geerbten Sachen rausgewachsen sind, bin ich gespannt, was sie machen werden.
      Danke Dir für’s Mitlesen 😊
      Liebe Grüße
      Nanni

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