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… dann bleib daheim und stopfe Socken

Was für eine Woche! Am Montag hatten die Kinder „Kontakt mit einer positiven Person“, was ja eigentlich ganz schön klingt, wenn es nicht Corona wäre. So waren sie erstmal – nach Selbsteinschätzung freiwillig – in Quarantäne und hatten ein bis zwei chillige Tage daheim. Und zum Glück scheint sich keiner von uns angesteckt zu haben.

Dazu kam dann am Donnerstag noch ein Tag schulfrei wegen des Sturms, was natürlich alle total toll fanden. Unser Trampolin ist in den Apfelbaum gehüpft und die Regentonne hat sich auch auf den Weg in ein neues Abendteuer gemacht – aber jetzt sind beide wieder zurück.

Am Samstag hatten wir außerdem einen Auftritt mir unserer Familien-Band im Internationalen Gottesdienst, der auch auf facebook gestreamt wurde. Lustigerweise haben sie das Bild um 90° nach rechts gekippt, so dass man jetzt den Kopf verbiegen muss, um es anzuschauen. Aber ich hoffe, dass nur das Bild schräg ist und nicht die Musik. ;o)

Leider hab ich auf diese Weise die ganze Woche praktisch gar nichts von dem geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Eigentlich schreibe ich gerade an Kindergottesdienstentwürfen, die aber alle nicht fertig geworden sind. Wenigstens hab ich diese kleine Schlange für Adam und Eva aus einer alten Babystrumpfhose gebastelt, die mir dann Gesellschaft leisten konnte.

Und ich habe gebacken: unser Unverpackt-Laden hat gerade ganz regionales (5km entfernt gewachsenes) Waldstauden-Roggenmehl, aus dem ich ein tolles Brot vom Plötzblog backe. Und immer gibt es dort Lichtkornroggen, auch dem ich zufällig auch ein tolles Brot von Lutz Geißler backe. Leider sind die Fotos nicht so toll, aber die Kinder stürzen sich auf das Brot, sobald es vom Ofen rauskommt und meistens wird es noch warm aufgegessen. Also, das Brot ist echt lecker, beides reiner Sauerteig, reines Vollkorn, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Oh, und leckere Burger-Brötchen gab es auch von dort – zum Reinlegen!

Jedenfalls war es dann bereits Sonntag Nachmittag und die Woche war ganz anders verlaufen als vorher gedacht. Und ich hab beschlossen, dass man ja diesen ungewöhnlichen Verlauf fortsetzten könnte und hab den großen Kübel mit löchrigen Socken ins Wohnzimmer geholt und angefangen, Socken zu stopfen.

Auch wenn so jetzt die dunkle Wahrheit ans Licht kommt: ich leide an unglaublicher Aufschieberitis beim Socken-Stopfen. Manche Socken liegen hier seit 10 Jahren löchrig herum und ich kann mich wirklich sehr schlecht motivieren, sie zu reparieren.

Aber heute hat es geklappt! Der Mann und Kind 4 haben auch noch mitgeholfen und so sind jetzt 12 Paar Socken/Stulpen ausgebessert.

Ich verrate jetzt mal nicht, wie viele noch gemacht werden müssen.

Außerdem hab ich endlich das Seepferdchen auf die Badehose von Kind 4 genäht. Nicht sehr kunstfertig, aber es ist dran. Auch dazu bin ich sehr schwer zu motivieren, und zur Feier des Tages verlinke ich das Seepferdchen noch zu Annis Bingo.

Verlinkt bei:

Samstagsplausch

Reparieren von 12 bis 12

31 Kommentare zu „… dann bleib daheim und stopfe Socken

  1. Liebe Nanni,
    Du schreibst sehr unterhaltsam 🙂 Und maches kommt mir sehr bekannt vor!
    Oh, diese Schwimmabzeichen…. Warum sind die eigentlich rund und so bescheuert zum Aufnähen?!?!? AAAHhhh 😉 Meine beiden großen Mädels haben in den letzten Wochen ihr Silberabzeichen gemacht. Alle Kinder haben ein Handtuch, auf dem ihr Name draufgestickt ist. Darauf habe ich die ganzen Abzeichen genäht. Wie eine kleine Sammlung 🙂 Aber jedes Mal stöhne ich beim Aufnähen. Das ist so ein Gefitzel…

    Ich würde ja glatt gerne mal Eure Familienband anhören! Ich finde das super, dass ihr zusammen musiziert! Machen Eure Kinder das gerne oder müsst ihr sie manchmal auch „liebevoll zwingen“? Das ist zumindest bei unserem Familienposaunenchor so 😉

    Viele liebe Grüße und eine gute nächste Woche!
    Marion

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    1. Liebe Marion,
      ja, gell die Schwimmabzeichen! Zum Glück haben meine drei Großen keine gemacht, so musste ich nichts annähen 😂 Schwimmen können sie trotzdem. Aber für Kind 4 war es jetzt in der Pandemie ganz gut mit etwas zusätzlicher Motivation, weil wir ja auch fast nie im Schwimmbad waren (viel zu voll dort).
      Das mit den Handtücher ist eine schöne Idee!
      Ich weiß nicht, ob das klappt, aber hier könntest du schauen, so ab Minute 5.30 geht’s los – und das Bild ist schräg…:

      Nun, das mit dem gerne und zwingen ist schwierig, den eigentlich machen es alle gerne, aber dann einen konkreten Moment zum Proben zu finden ist trotzdem schwierig und erfordert eine Mischung aus Locken und Zwingen… und dann gibt’s auch bei den Proben viele Gelegenheiten für Konflikte aller Art 😁 Aber gut, das müssen sie eh irgendwie lernen. So ist es halt.
      Dir auch eine gute Woche,
      liebe Grüße,
      Nanni

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  2. Bonjour bonjour,
    Huch das mit den Socken war sicher ein Berg Arbeit, aber dafür sind die kuschelwarme Wohlfühlteile wieder heil. Die Schlange ist auch sehr süß geworden, und dazu noch nachhaltig aus einer Kinderstrumpfhose gezaubert. Mit dem Trampolin habt ihr ja Glück gehabt, dass es doch nicht futsch war… Der Wind war ziemlich heftig…
    Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche,
    A bientôt, Caroline

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    1. Bonjour Caroline,
      ja, kein Wunder, dass ich das mit den Socken so lange hingezogen hab, in manchen waren auch richtige große Löcher… Die Schlange passte ja auch so gut zu den Socken.
      Das mit dem Trampolin war echt Glück – eigentlich steht es ganz geschützt zwischen den Häusern, aber anscheinend hat der Wind dann plötzlich dazwischen durchgepustet…
      Dir auch eine schöne Woche,
      liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Andrea,
      schön, dass du das sagst – aber 10 Jahre sind schon seeeeehr lang 😉
      Da die Wollsocken hier sowieso vererbt werden, haben alle noch jemanden, dem sie passen (ein Paar war zu klein und wird weitergegeben)
      Vielen lieben Dank dir und liebe Grüße,
      Nanni

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  3. Die Schlange ist super geworden und macht sicher den Kindern Eindruck wenn man mit ihr erzählt. Weniger Freude hätte ich, wenn ich Socken stopfen müsste, ich hoffe es gab trotzdem bei niemandem von euch kalte Füsse. Mhh, frisches Brot esse ich auch zu gerne und meistens auch zu viel davon.
    L G Pia

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  4. Das war dann aber wirklich mal eine Woche! Gut, dass alles besser ausgegangen ist, man malt sich manchmal schon Szenarien aus.
    Ja, stürmische Zeiten.
    Deine Schlangen und Sockengeschichten sind witzig und erinnern mich an mich. Stopfen gehört auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigung, da sammelt sich bei mir auch mal was an. Aber wenn man dann im Schwung ist…
    Hab eine bessere Woche und liebe Grüße
    Nina

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    1. Liebe Nina,
      ja, gell, die Woche hatte es in sich – aber nach ein paar Tagen ist dann doch alles wieder im Lot (auch das Trampolin) – zum Glück.
      Schön, dass dich die Geschichten an dich erinnern 😊
      Irgendwie braucht es dann so einen besonderen Moment, um solche liegengebliebenen und angesammelten Sachen zu erledigen.
      Dir auch eine gute Woche,
      liebe Grüße
      Nanni

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  5. Köstlich, dein Beitrag. Die Sockengeschichte ist der Knaller. Und in Sachen Schwimmabzeichen endete es bei uns so, dass das Abzeichen hier soooo lange lag, dass die Hose zu klein wurde und sich die Geschichte dann irgendwie selbst überholt hatte. Es gilt der alte Spruch: Was lange liegt, erledigt sich (manchmal auch) von alleine. 😛
    Ich freue mich sehr, dass du so viel Freude am Bingo hast. Handnähen… das wird bestimmt ein Feld mit großer Herausforderung für mich. Obwohl, jetzt, wo ich das schreibe, ich hab da so eine Idee… Ich muss los.
    Liebe Grüße
    Anita

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    1. Liebe Anita,
      ja 😂 genauso wäre es hier mit dem Schwimmabzeichen auch gekommen, gäbe es das Bingo mit dem „Handnähen“ nicht! 😊
      Aber auch sonst gibt es Dinge, die sich über die Jahre ganz von alleine erledigen (im Wollschub hab ich Schafwolle gefunden, aus der ich ein Windel-Wollhöschen für Kind 1 stricken wollte – und jetzt wird sie 16 🤣)
      Und jetzt bin ich schon gespannt, was du so mit der Hand nähen wirst!
      Liebe Grüße
      Nanni

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      1. Hach, darüber wird sie sich zum 16. Geburtstag aber freuen. Ich bin ganz sicher. 😉 😀 😛

        Es ist beruhigend zu lesen, dass nicht nur ich von dieser Aufschieberitis und den gut abgehangenen Plänen betroffen bin.

        Vergnügte Grüße

        Anita

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  6. Ich kann leider auf Deinen Kommentar nicht antworten. Deswegen folgt hier nochmal ein eigener Kommentar. Vielen Dank für das Video! Wow, das klingt toll! Da könnt ihr glatt der OutbreakBand Konkurrenz machen 😉
    Das muss ich unbedingt mal meinen Kindern zeigen. Denn wir sind ja „nur“ instrumental unterwegs. Und noch singen dazu erfordert ja noch mehr Mut 🙂 Eure Schlagzeugerin finde ich toll! Schlagzeug und zeitgleich singen, wie Phil Collins 🙂
    Liebe Grüße
    Marion

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Marion,
      das mit dem Antworten auf eine Antwort ist irgendwie komisch – aber ich finde auch nichts, wo ich das ändern oder einstellen kann…
      Jedenfalls vielen lieben Dank Dir!
      Unsere Schlagzeugerin konnte schon singen, bevor sie ein Wort sprechen konnte… aber das mit dem Schlagzeug zusammen muss sie schon üben. Allerdings haben die Kinder fast gar kein Lampenfieber (höchstens wenn sie Solostücke vorspielen).
      Liebe Grüße
      Nanni

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  7. Was für eine Heldentat! Das habt Ihr toll gemacht! Diese Aufschieberitis kenne auch ich nur all zu gut. Socken stopfen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich habe dieser Tage auch ein paar Löcher in Shirts und Socken gestopft, auf dem Hocker im Nähzimmer war kein Platz mehr…
    Liebe Grüße
    Elke

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Elke,
      vielen Dank Dir 😊 ich bin schon ein bisschen stolz, dass wir endlich diese tote Katze mal hervorgeholt haben…
      So ein beschränkter Platz für Reparaturen ist ziemlich gut! Dann kann sich hoffentlich nicht so viel sammeln. Ich muss das auch mal anders organisieren.
      Viele liebe Grüße
      Nanni

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  8. Das Beste draus machen, was uns das Leben so um die Ohren knallt! Toll, dass Mann und Kind beim Sockenstopfen geholfen haben und gut, dass das Trampolin wieder zurück ist.
    Dass du oben die Herkunft deines Mehls erwähnst, ist keine Werbung. Darf ich dir zum Thema Werbung einen Artikel ans Herz legen? Ich habe ihn schon vor längerer Zeit geschrieben, er hat aber immer noch Gültigkeit: https://madewithbluemchen.at/schreib-nicht-werbung-wenn-es-keine-ist/
    Liebe Grüße, Gabi

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Gabi,
      vielen Dank für den Link zu den Infos über Werbung – das ist wirklich sehr hilfreich! Also muss ich im Grunde nie Werbung schreiben, wenn mich niemand beauftragt hat und ich nichts gesponsert bekomme? Das ist ja schön! Werd ich gleich noch rauslöschen, mich nervt das nämlich auch sehr. Und ich kann immer unseren Unverpackt-Laden weiterempfehlen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben 😊
      Vielen lieben Dank Dir!
      liebe Grüße
      Nanni

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      1. Der einfache Grundsatz ist: Wenn du eine Firma erwähnst, dann mach die wirtschaftlichen Zusammenhänge klar. Wenn du Waren bekommen hast oder Geld, um einen werbenden Artikel zu verfassen, dann mach es kenntlich, schreib es offen hin: „Stoff zur Verfügung gestellt. Schnittmuster im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt. Buch vom Verlag zur Verfügung gestellt“ etc. Wenn du keine Gegenleistung für deine Erwähnung bekommst, sondern einfach von Herzen gern empfiehlst, kannst du z.B. hinschreiben: „Selbst gekauft, selbst bezahlt.“ Ich mache das meistens so, dann ist es nämlich ganz klar für alle Leserinnen, dass ich nicht im Auftrag handele sondern aus eigenem Antrieb. Liebe Grüße, Gabi

        Gefällt 1 Person

        1. Liebe Gabi,
          vielen Dank! Ich hab mir deinen Post schon gebookmarkt, damit ich beim nächsten Mal nachschauen kann, wenn was unklar ist. Aber normalerweise schenkt mir niemand Dinge und beauftragt mich auch nicht… da ist es doch ganz einfach 😊
          Liebe Grüße
          Nanni

          Gefällt 1 Person

  9. Liebe Nanni, ich finde ja, du hast ganz schön was geschafft in der Woche. Am meisten interessieren mich deine Brotrezepte. Bin immer noch auf der Suche nach DEM ultimativen Rezept.
    Hätte da noch eine Frage, fast in eigener Sache. Hättest du eventuell Interesse an eine Klappmaulpuppe für den Kindergottesdienst? Ich habe sie selbst angefertigt, brauche sie aber nicht mehr, weil ich nicht mehr mit Kitakindern arbeite… Wenn du magst, sende ich gern mal Bilder.
    Viele liebe Grüße
    Silvia

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    1. Liebe Silvia,
      vielen lieben Dank Dir!
      Das Lichtkornroggenbrot backe ich seit fast einem Jahr (weil es im Unverpacktladen eben Lichtkornroggen gibt und ich dazu ein Rezept gesucht habe), das Rezept geht aber auch mit normalem Roggenmehl. Aber auf dem Plötzblog gibt es wirklich sehr viele tolle Sachen.
      Sehr gerne würde ich Fotos von der Klappmaulpuppe sehen – vor allem nachdem ich ja gerade die tollen Bilder deiner neusten Puppe gesehen habe – (obwohl ich eigentlich wirklich keine brauche…und fest entschlossen bin, auch die verlockendsten Angebote abzulehnen) Und ich finde es sehr lieb von Dir, dass du an mich denkst!
      Viele liebe Grüße
      Nanni

      Gefällt 1 Person

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