Essen · Mittagessen

Tartiflette und die Woche

Heute ist ein sehr ungewöhnlicher Tag. Mein Mann ist von morgens um 10 bis nachmittags mit allen Kindern unterwegs und ich habe FREI! Das war seit Jahren nicht mehr der Fall und ich bin noch ganz verwirrt.

Da zu allem Überfluss heute Vormittag auch noch die Sonne rauskam, bin ich erst mal eine große Runde gelaufen und jetzt – während es 12 Uhr läutet – kann ich gemütlich auf dem Sofa sitzen und schreiben, statt in der Küche zu schuften, denn die Familie wird auch mit Essen versorgt!

In der Küche war ich unter der Woche auch wirklich lange genug. Irgendwie war es die Woche der Aufläufe – Nudelauflauf, Apfelreis und endlich mal wieder eine Tartiflette. Kennt ihr die? Das ist ein hervorragendes Gericht für alle Kartoffel-Liebhaber, aber auch für Leute, die Kartoffeln nur mit Bergen von Schinken und Käse ertragen 😉

Auf den ersten Blick könnte die Tartiflette auch ein typisch fränkisches Gericht sein: Kartoffeln und Speck hat mein Opa jeden Abend gegessen. Bei genauerem Hinsehen – und Riechen – bemerkt man doch ein paar Unterschiede: der Reblochon passt nicht so recht und der Weißwein… naja. Und so geht es:

Kartoffeln – schälen, waschen und in Würfel schneiden. In einem Topf mit etwas Wasser oder Butter bissfest garen. Oder gekochte Kartoffeln vom Vortag würfeln. In einer Auflaufform mit folgendem mischen:

  • Speck oder Schinken
  • Zwiebel, gedünstet
  • Reblochon (gut zu ersetzen durch Elsässer Winzerkäse oder einfach irgendwelchen geriebenen Käse, dann ist es halt nicht mehr so französisch)
  • Sahne
  • Wein (kann man auch durch Brühe ersetzen, gerade wenn Kinder mitessen)
  • vorsichtig salzen, da Speck und Käse schon viel Salz enthalten; Pfeffer nach Geschmack

Bei 180°C ungefähr 35 Minuten lang backen.

Damit wird einem auch an einem kalten Tag wieder warm. Das Foto ist leider das einzige, das ich habe und ist auch schon alt, aber ich hab es wieder nicht geschafft, vor dem Essen zu fotografieren.

Die Woche war voller gemischter Erlebnisse:

  • ein Kind hat sich übergeben, ging am Tag darauf nicht in die Schule und war somit nicht betroffen, als der Pool-Test seiner Klasse positiv war.
  • beim Besuch beim Kieferorthopäden kam heraus, dass einem Kind tatsächlich 2 Zähne fehlen, alle anderen aber da und schön sind.
  • ein Kind bekommt eine Zahnspange
  • dem Pulli für den Sewalong fehlen nur noch die Bündchen
  • ein Freund, der zu Besuch war, ist in den Gartenteich gefallen
  • das Ausmisten ging fröhlich weiter
  • im neuen Haus wird die Küche winzig klein sein und ich hab mir ausgedacht, entweder den Backofen oder die Spülmaschine ins Nebenzimmer zu verlegen. Was meint ihr, ist praktischer?

Sonst war alles wie immer!

Verlinkt bei:

Samstagsplausch

24 Kommentare zu „Tartiflette und die Woche

  1. Sooo guuut kann ich Dir vieles nachvollziehen
    Kinderfrei – man wird übermütig, weiß gar nicht was die Freiheit alles bieten soll…
    Ich würde den Herd in den anderen Raum geben
    Das Geschirr u die Spülmaschine sollten in der Nähe der Spüle angesiedelt werden
    Schönes Restwochenende
    Lg Meggie

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  2. Da hattet ihr ja eine sehr bewegte Woche.
    Ich hatte im alten Haus den Tiefkühler und einen Schrank mit nicht so oft benutzten Küchenutensilien (Dosen, Backformen, Servietten…) im Nebenraum, das war okay. Die grundlegenden Dinge wie Backofen, Herd, Geschirrspüler, Kühlschrank würde ich persönlich nie und nimmer woanders haben wollen.
    LG von TAC

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    1. Liebe TAC,
      ja, es war doch einiges los.
      Wenn die grundlegenden Dinge drin sind, hab ich leider null Platz für Arbeitsflächen… und wenn Spüma und Backofen offen sind, ist kaum noch Gang da, bzw. die Küchentür kollidiert damit…
      Da brauch ich noch ein paar neue Ideen..
      Liebe Grüße
      Nanni

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  3. Den Kartoffelauflauf gibt es bei uns auch oft. ich gebe auch noch gerne Lauch (Porree) dazu. Am besten entfernt ihr eine Wand zum Nebenzimmer, mit deiner grossen Familie wirst du irre in einer kleinen Küche. Zur Not tut es auch ein breiter Durchbruch. Hoffentlich konntest du deinen freien Tag gut nutzen.
    L G Pia

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    1. Liebe Pia,
      ja, Lauch hab ich manchmal auch mit drin, das ist lecker!
      Das mit dem Durchbruch überlegen wir auch, aber dann wird jeder Küchenduft direkt ins ganze Haus ziehen, was mich auch stört… Mal sehen, zum Glück ist noch viel Zeit…
      Dir ein schönes Wochenende,
      liebe Grüße
      Nanni

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  4. Liebe Nanni,
    ich gehe davon aus das es aber die Wohnung/Haus sein muss? Ich möchte nicht tauschen, denn für mich gibt es keine perfekte Lösung… . Ich drücke dir die Daumen das du für euch eine Lösung findest. 😊 Ein freier Tag ist Luxus pur… .

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

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  5. FREI haben, wie wunderschön!
    Bei mir käme der Backofen nach nebenan, oder ist damit auch der Herd für die Töpfe gemeint? Eigentlich kann man nicht auf die elektrischen Geräte im Raum verzichten, da doch dort die Tätigkeiten Hand in Hand gehen. Eher könnte ich noch einen Schrank wo anders hin tun. Und ich habe auch eine winzige Küche, es ist ein Alptraum, darin zu zweit zu sein. Nachbarn haben (alles eine lange Reihe baugleicher kleiner Häuser nebeneinander) einfach ein anderes Zimmer genommen, dafür mussten sie natürlich die Leitungen verlegen – dass ging noch, da sie eh beim Kauf umgebaut haben.
    Aber, vielleicht kannst Du trotzdem etwas verändern. Vielleicht sogar einen Profi da mal fragen, was geht.
    Liebe Grüsse und schönes Wochenende
    Nina

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    1. Liebe Nina,
      ja, Backofen und Herd sind einzeln und gerade ist der Backofen in einem Hochschrank. Aber eigentlich könnte der natürlich auch nach unten… das ist auch noch eine gute Idee! Und dann sollten wir nochmal nachfragen, wie das mit den Wänden ist – denn wenn du schreibst, dass es schon zu zweit nervt, ist das nix für uns…
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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  6. Frei, wie wunderschön. Ich habe diese Tage, als Junior klein und ab und zu mit meinem Mann zur Oma unterwegs war, auch immer sehr genossen. Jetzt sind es die stillen Momente am Sonntagmorgen, wenn die beiden noch schlafen.
    Backofen und Spüle: Wenn es gar nicht anders geht, dann wäre es der Backofen, der bei mir umziehen dürfte. Wir haben das Kochfeld und den Backofen voneinander getrennt. Auf der einen Seite das Kochfeld und den Backofen gegenüber hinter der Küchentür auf halber Höhe. Die Backofentür verschwindet nach hinten/innen, wenn man sie öffnet, das finde ich super-praktisch, keine Gefahr, sich an der heißen Tür zu verbrennen. „Slide and hide“ heißt das System und gibt’s von Neff. Kann ich sehr empfehlen (nein, keine Werbung, aber wenn Neff mich dafür bezahlen möchte, nehme ich das gerne an und sage dann natürlich „Werbung“ *lach). Vielleicht ist so ein Hochbackofen eine Option für euch und ein Geschirrschrank könnte ins Nebenzimmer? Ansonsten: Spülmaschine sollte meines Erachtens in der Nähe des Spülbeckens bleiben, man muss ja öfter mal was vorher kurz abbrausen, falls es sehr schmutzig ist und das abgebrauste nasse Geschirr möchtest du dann ja nicht quer durch den Raum bis zum Nebenraum tragen. Ich bin gespannt auf die Lösung, für die ihr euch entscheidet.
    Das Kartoffelgericht klingt sehr lecker. Das koche ich mal nach, muss nur nach einer Alternative für den Schinken/Speck gucken, aber da werde ich bestimmt fündig.
    Herzensgrüße
    Anni

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    1. Liebe Anni,
      ja, ich hoffe, dass es in den nächsten Jahren noch mehr freie Momente geben wird – aber gerade jetzt sind die Zeiten rar und sehr kostbar!
      Unser Backofen ist auch einzeln – aber ohne Tür zum einfahren (den Neff hab ich mir auch angeschaut, aber da es das in unserer jetzigen Küche gar nicht brauchte, hab ich jetzt einen anderen, der aber auch sehr schön und fast neu ist…) Das mit der SpüMa und dem Spülbecken ist schon so… Zum Glück haben wir noch Zeit, uns genau zu überlegen, wie wir es wollen.
      Bei der Tartiflette kannst du, denke ich, den Speck auch einfach weglassen, denn der Reblochon hat schon genug Geschmack…
      Dir einen schönen Sonntagabend,
      liebe Grüße
      Nanni

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  7. Salut Nanni ! Ah mais la tartiflette, c’est la vie !!! Quel délice, en hiver, on ne peut pas s’en passer 🙂
    Et puis il y a sa copine la „munstiflette“ (avec du munster), la raclette – que tu connais – et la croziflette dans le Jura 🙂
    Was deine Küche angeht… Wir haben zuhause aus Platzgründen immer einen Ofen, der ebenfalls die Mikrowelle-Funktion hat. Es ist aber ein Ofen mit vielen Funktionen. In der Stundentenzeit war es umgekehrt : es war eine Mikrowelle, mit Backofenfunktion. Davon würde ich dir abraten, wenn man einen richtigen Backofen einmal hatte…
    Aber unser Kombi (von Siemens) ist echt prima. Der war auch etwas teurer, aber ehrlich gesagt, wenn du viel bäckst lohnt es sich. Nur die Gäste gucken immer etwas verdutzt, wenn sie die Mikrowelle mal suchen und ich einfach sage, mein Backofen kann das auch 🙂

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    1. Salut Caroline,
      ah oui, j’aime beaucoup la tartiflette! Mais il a l’air qu’il faut que je fasse aussi une munstiflette dès que je trouve du munster…
      Est-ce que la croziflette se fait avec de pâtes au blé noir?
      Das ist ja ein toller Backofen mit Mikrowelle! Wir haben gar keine Mikro, auch um ein Gerät zu sparen und ich vermisse sie nur selten, aber ein Kombi-Gerät ist natürlich super.
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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  8. Liebe Nanni,
    wie schön, du hattest heute einen freien Tag! Das tut einfach gut! Zumal bei euch ja immer soo viel los ist ;-). Deine Tartiflette sieht sehr lecker aus. Die einfachen Gerichte sind oft die besten.
    Zu deinem Küchenproblem würde ich dir, wie oben schon erwähnt, eine Wand entfernen. Lieber ein bisschen Küchenduft im Haus, als einen beengte Küche! Wir haben eine offenes Wohnen. Nun ja klar, zum Schlafzimmer, Bad etc. kann ich die Türen zumachen. Aber mich stören die Küchengerüche nicht so sehr. Hoffe, ihr findet eine gute Lösung für euch!
    Hab eine gute neue Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      danke Dir! So simple Kartoffelgerichte kann ich auch jeden Tag essen – noch einen Salat dazu und alles ist perfekt.
      Echt toll, wie viele Ideen für die Küche hier eintrudeln! Mit der Wand müssen wir uns mal erkundigen – vielleicht kann man die Küche mit dem nebenliegenden Gang-Esszimmer zusammenlegen. Das wäre eine gute Lösung und man kann die Tür zum Treppenhaus noch schließen 😉
      Danke Dir und liebe Grüße,
      Nanni

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  9. Liebe Nanni,
    was für ein verlockendes Rezept! Da ich gerade FASTE, Versuche ich jedoch im Moment dem Essen an sich und den Gedanken daran nicht zu viel Raum zu geben…
    Auf jeden Fall würde ich den Herd in der Küche lassen. Geschirr kannst du immer nachträglich in die Spülmaschine ein- oder ausräumen, aber beim Kochen fügt Frau oft genug Zutaten nach und nach hinzu. Wenn du umrühren willst – oder nur mal schauen, ob’s noch kocht, musst du immer hin und her rennen. Das ist unpraktisch.
    Gutes Entscheiden.
    Claudiagruß

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    1. Liebe Claudia,
      oh, wow, du fastest (und auch schon – klassisch wäre doch eher ab Mittwoch, oder?), da ist tatsächlich die Kunst, nicht dauernd ans Essen zu denken und die Zeit und Energie anders zu nutzen!
      Dass der Herd zentral sein muss ist auf jeden Fall wichtig. Wir werden wohl mal fragen, ob man wirklich die Wand zwischen Küche und Ess-Flur rausmachen kann, dann wird das ganze viel entspannter. Mal sehen ob das klappt…
      Vielen lieben Dank Dir, eine gesegnete Fastenzeit und liebe Grüße
      Nanni

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