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152 Teile raus und die Woche

Kind 4 hat diese Woche seinen ersten Skikurs gemacht. Jeden Nachmittag nach der Schule ging es ab ins Fichtelgebirge, wo er zwei Stunden lang Spaß im Schnee haben durfte. Tatsächlich gab es von diesem auch genug – wieviel davon aus Schneekanonen stammte, kann ich nicht sagen, aber auch die Welt um die Piste herum war schön weiß und oben auf dem Ochsenkopf lag der Schnee richtig dick. Dort war ich nämlich am Mittwoch und hab mal meine Skikünste überprüft.

Leider hab ich die Kamera nicht auf den Berg mitgenommen, denn ich wollte mit leichtem Gepäck reisen und es war sehr neblig, aber oben hab ich es schon etwas bereut, weil die tief verschneite Winterlandschaft wirklich traumhaft war.

Jetzt ist der Kurs um, das Kind hat sein Abschlussrennen gewonnen und wir erholen uns von der anstrengenden Woche mit den zusätzlichen Terminen.

Immerhin hab ich zwischendurch in den letzten zwei Wochen auch immer mal etwas aufgeräumt und sortiert. Angespornt von Elkes Aktion „1000 Teile raus!“ hab ich sogar angefangen zu zählen.

Dabei hab ich folgendes ausgemistet:

  • 16 Kleider und Pullis aus dem Schrank von Kind 1 – das kleinste war in Größe 128 – Kind 1 ist mittlerweile 170cm groß – hat echt nicht mehr gepasst ;o)
  • 9 angefangene Päckchen Servietten sind zu meiner Mama umgezogen (die sie auch wirklich verwendet – im Gegensatz zu mir)
  • 1 riesige Tischdecke
  • kaputter Wasserkocher (wird erstmal nicht ersetzt)
  • kaputter Pürierstab (brauch ich unbedingt einen neuen und zwar schnell – ein Großteil meiner Tätigkeiten in der Küche basiert auf der Existenz eines Pürierstabes)
  • 93 Arbeitsblätter von Kind 2, die ich aber alle einzeln anschauen musste und entscheiden, ob sie bleiben oder gehen
  • 23 Socken, kaputt oder einzeln
  • 11 leere Schraubgläser wandern in den Unverpackt-Laden

Ihr seht schon, bei der Zählung herrscht schon wieder Chaos, weil ich Wasserkocher und so einzeln angekreuzt habe… Aber nach meiner Liste hab ich seit dem letzten Mal 152 Sachen aussortiert. Insgesamt bin ich jetzt bei 208 Teilen. Das ist schön. Die Liste mit den Kreuzchen werde ich ganz am Ende abrechnen.

Diese Liste hängt jetzt an der Küchentür. Darauf

  1. mache ich Kreuzchen für spontane einzelne Sachen, die ich rauswerfe und
  2. führe eine Liste mit Kategorie und Anzahl der aussortierten Dinge.

Ich denke diese Mischung ist ganz gut für mich. Die Kreuze motivieren, Sachen nicht nochmal wo hinzulegen um zu überlegen, ob ich sie noch brauche, sondern sie einfach zu entsorgen und als Belohnung was abzuhaken. Und die Liste ist gut, um den Überblick zu behalten, was schon genauer durchgeschaut wurde.

Zusätzlich zum materiellen Ausmisten hab ich mir vorgenommen, mich auch mal mit der philosophischen Seite des Vereinfachens auseinanderzusetzen. Dabei springt als erstes mein völlig deplatzierter Perfektionismus ins Auge. Viele Dinge (gerade beim Ausmisten) gehe ich nicht an, weil mir die Energie und Zeit fehlt, alles perfekt zu erledigen. Aber eigentlich komme ich viel schneller vorwärts, wenn ich mich in kleinen Schritten bewege. Also ist das Ziel: besser werden im Unperfekt-Sein oder eben den Unperfektionismus perfektionieren…

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12 Kommentare zu „152 Teile raus und die Woche

  1. Hui, 152 Dinge ist schon eine ordentliche Menge. Das hast du super gemacht.
    Egal, wie deine Listen dazu aussehen, wenn sie dir helfen, dran zu bleiben, sind es gute Listen.

    Jaaaa, Skifahren… Herzlichen Glückwunsch an Kind 4 zum erfolgreichen Kurs.
    Familie TAC arbeitet noch am Genesenenstatus. Das sollte noch klappen, dass wir in der zweiten Winterferienwoche auch mal skifahren können.
    LG von TAC

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    1. Liebe TAC,
      naja, der Stapel Arbeitsblätter hat ziemlich viele Punkte gebracht – aber vor solchen Dingen drücke ich mich auch am häufigsten…
      Oh weh, seid ihr noch nicht genesen? Hoffentlich klappt das Skifahren auch für euch! Ist echt schön, mal etwas Höhenluft zu schnuppern.
      Danke auch im Namen von Kind 4 und euch ein schönes Wochenende,
      liebe Grüße
      Nanni

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  2. Inzwischen miste ich ganz gerne aus. Ohne Nachdenken. Letztens hatte ich ein Rezept bei dem man so einen Gemüsespiralschneider braucht. Ich hatte meinen längst entsorgt. Der Nachbar war so nett mir seinen zu leihen. Und dann wusste ich wieder,warum meiner nicht mehr bei uns steht…
    Herzlichen Glückwunsch an den Junior.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      ja, die Gemüsespiralschneider…😁 ich hatte noch nie einen und hab ihn nur sehr selten vermisst – und da gibt es so viele Dinge, die man nicht wirklich braucht.
      Wir sind leider alle sehr schwierige Ausmister… weil wir zu viel nachdenken?😉 oder denken, wir brauchen das noch irgendwann? Aber wir bleiben dran…
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nanni

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  3. Hm, da ist doch dieser eine Mixer, bei dem der Pürierstab nicht funktioniert, und der andere, bei dem es keine Schneebesen nehr dazu gibt. Deshalb habe ich zwei halbkaputte Geräte in der Küche. Ein Neues würde weniger Platz benötigen… Aber ich kann mich nicht entscheiden
    Herzlichst
    yase

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  4. Hallo Nanni,
    da sagst Du was mit dem Perfektionismus! Ich stehe mir auch ständig selbst im Weg weil ich glaube, das kann ich jetzt nicht anfangen, weil ich keine Zeit habe, es RICHTIG fertig zu machen.
    Nicht sehr förderlich zum etwas schnell mal aussortieren…
    Aber Dein Erfolg ist doch deutlich sichtbar. Weiter so!
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Leider bin ich ja dann auch ein Perfektionist im Sachen weiterverwenden… 🙄
      Das mit dem Erfolg ist relativ, denn ich denke, wenn mal 1000 Sachen aussortiert sind, wird man nicht den geringsten Unterschied merken 😂
      Aber tatsächlich gibt es so einzelne Bereiche, wo ich sagen kann, das passt und diese Dinge möchten wir gerne alle behalten. Und das ist doch schön!
      Vielen Dank Dir – wir machen tapfer weiter,
      liebe Grüße
      Nanni

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