Camping · Urlaub

Urlaub in Frankreich: Les Sables d’Olonne

Sonne, Meer und Ruhe waren die Ziele für unseren späten, umgeplanten, etwas planlosen Sommerurlaub. Nach eingehenden Studien der Frankreichkarte, des Wetterberichts und der Corona-Inzidenzen sind wir an der französischen Westküste gelandet.

Für unsere Reisen suche ich immer nach Orten, wo wir viel Platz haben, nach Stränden, wo man nicht wie die Sardinen in der Dose aneinander liegt, nach Wäldern in denen man herumstreunen kann. Von Les Sables d’Olonne ist nach Norden hin sehr viel Platz – ich weiß nicht, wie es in der Hochsaison ist, aber jetzt hatte jeder von uns Sechsen ungefähr einen halben Kilometer Strand für sich alleine.

In die Stadt selbst haben wir uns nur ab und zu ganz kurz hineingewagt, denn dort war noch sehr viel los. Allerdings mussten wir mit den Kindern mal eine Runde durch den Fischerhafen drehen:

Die Strandpromenade auf der anderen Seite war so stark belebt, dass wir schnell in die kleinen Gassen abtauchen wollten. Dort kamen wir zufällig an diesen mit sehr viel Liebe zum Detail gestalteten Muschelbildern vorbei:

An einem Morgen haben wir uns zu Fuß auf den Weg nach Norden gemacht und sind einige Kilometer auf dem Küstenweg und am Strand entlang gewandert. Dort war es ganz nach unserem Geschmack sehr ruhig – selbst das Meer war nicht besonders wellig, so dass man nicht nur baden, sondern richtig schwimmen konnte.

Heimwärts ging es dann durch den Wald. Da hätte uns eine Karte (oder ein Smartphone) ganz gut getan – so sind wir etwas herumgeirrt bis wir den Fahrradweg fanden, der direkt zurück zum Zeltplatz führt.

Ein besonderes Highlight für die Kinder war die Segeltour. Die geschützte Bucht vor les Sables d’Olonne eignet sich hervorragend für alle möglichen Wassersportarten. Allerdings hatten wir einen sehr windstillen Tag erwischt. Aber das war vielleicht ganz gut, da die letzte Segeltour vom Mann und den 3 Großen schon eine Weile zurück lag. Freundlicherweise ließ man die 4 auch ohne einen Segelschein losziehen und am Ende waren die freundlichen Vermieter doch ganz angetan von den Segelkünsten der kleinen Mannschaft.

Währenddessen vergnügten sich Kind 4 und ich am Strand, der auch wunderschön zum Baden und am Strand sitzen ist. Allerdings sollte man einen ruhigen Moment aussuchen, da man sonst doch in einer Sardinendose landet. Aber der Sand ist fein, das Meer ist badewannenwarm und geht schön flach hinein und es gibt viele Muscheln und anderes Angeschwemmtes zu entdecken.

Zum Essen gehen haben wir uns allerdings die ruhigere Seite der Stadt ausgesucht. In La Chaume gibt es auch eine ganze Reihe Restaurants, darunter tatsächlich eines, das 4 deutschen Kindern mit völlig unterschiedlichen Vorlieben ein passendes Mittagessen vorsetzen kann.

Zum Verdauen eignet sich ein Spaziergang auf der Mole, auch ein Kloster und eine kleine Burg kann man besichtigen. Ist es nicht unglaublich, wie blau-türkis-petrol-grün das Wasser ist? Ich könnte stundenlang nur diese Farbe anschauen.

Was wir noch Neues gelernt haben: Wenn man Mittags Essen gehen möchte, sollte man am besten um 12 Uhr schon wissen in welches Restaurant man gehen will, denn die meisten Lokalitäten füllen sich dann sehr schnell und gerade in der Nachsaison oder kleineren Orten wird mittags in den Gaststätten jeder Tisch nur einmal besetzt. Was natürlich daran liegt, dass die Franzosen sehr lange Zeit beim Essen verbringen – sogar wir schnellen Deutschen saßen über 2 Stunden beim Mittagessen.

Falls wir mal wieder in dieser Ecke Frankreichs landen würde ich

  • wieder jeden Tag im Meer schwimmen
  • mein ganzes Brot bei der Bäckerei „Le Moulin de la Chaume“ kaufen (Achtung, das ist Werbung!)
  • das Muschelmuseum besuchen
  • gleich am Anfang einen Termin für’s Segeln ausmachen
  • höchstens vormittags in die Stadt gehen
  • jeden Abend den Sonnenuntergang am Meer anschauen

Das waren ein paar Einblicke in unsere erste Urlaubswoche – in der zweiten sind wir noch wild durch Frankreich gereist…

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Samstagsplausch

12 Kommentare zu „Urlaub in Frankreich: Les Sables d’Olonne

  1. Oh, was für eine wundervolle erste Urlaubswoche, liebe Nanni. Dies wäre auch ganz nach meinem Geschmack, denn wie die Sardinen in der Büchse, möchte ich auch nicht am Strand liegen… Lange halten wir es eh nie am Strand aus 😊.
    Das türkisblaue Meer ist wirklich traumhaft schön! Und diese Wand mit den Muschelbildern ist toll.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      Vielen Dank Dir! Ich mag den Strand sehr gerne, nur nicht in der Mittagshitze und in Menschenmassen. Also wohnen wir gerne nahe am Meer und gehen morgens und abends lange hin und zwischendrin höchstens mal zum Abkühlen…
      Dir einen schönen Sonntagabend!
      Liebe Grüße
      Nanni

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  2. Das klingt nach einer wunderbaren Zeit! Meer und Strand sind auch für uns gern ausgesuchte Orte, am liebsten ohne all zu viele Sardinen, äh Menschen 🙂 .
    Und es klingt nach etwas Abenteuer, vor allem, weil es eher spontan (mit campen) war, was mit einer ganzen Familie doch eine Herausforderung sein kann.
    Ich freu mich auf die Schilderung der zweiten Woche.
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 1 Person

  3. Das sieht ja traumhaft aus. Die Muschelbilder sind ganz entzückend! Meine Nachbarin war im Allgäu und erzählt, alles sei total überlaufen, kaum ein Bett zu finden. Sie sind ganz schnell wieder nach Hause gekommen. Schön, dass ihr noch eine zweite Woche Ferien vor euch habt.

    Liebe Grüsse von Regula

    Gefällt 1 Person

  4. Sehr schön liebe Nanni,
    aber mit dem Meer habe ich es nicht wso sher. Ich mag die Berge und ie Seen, aber das ist ja so, wie man es selbst mag.
    Ich war drei Male in Frankreich in Paris, in Nimes und Avignon mit dem Autoreisezug nach Spanien und dann fast 6 Wochen in den Cevennen in einem kleinen wunderschönen Dorf. Avignon hat mich interessiert, wegen der 2 Päpste usw.
    Aber mich zieht es wirklich nicht mehr ins Ausland. Ich meine Deutschland und vor allem das Schwabenland hat soviele Ecken, die ich noch gar nicht kenne und die ich mich den Rad erobern möchte. Ich war auch schon in Mexiko in den frühen 79ern in Haus von
    Frida Kahlo, war interessant und gut, aber das wars dann auch.
    USA, China und auch Amerika waren schon meine Ziele und jedesmal dachte ich, dass das nicht meins ist
    Ja, man sagt ja, dass Reisen bildet, bislang konnte ich aber sehr wenig feststellen, wenn ich die Leute gefragt habe, wo sie denn waren, aber das ist wohl Jedermanns Sache selbst.
    Auf jeden Fall freue ich mich, wenn es dir gefallen hat und das ist die Haupsache.
    Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Eva

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    1. Liebe Eva,
      ich fahre sehr gerne nach Frankreich, weil ich das Land mag. Ich hab auch mal ein Jahr dort gewohnt und mich zieht es immer wieder hin. Außerdem haben wir mittlerweile 3 Kinder, die Französisch lernen und so wenigstens ein bisschen Übung bekommen. Gerade bei Kind 2, das Französisch verabscheut, beruhigt es doch, dass man gerade mal 1000km fahren muss und 100€ für ein Essen ausgibt und ihn dadurch schon wieder dazu gebracht hat, einen Satz Französisch zu reden. 😂

      Früher hab ich ab und zu größere Reisen gemacht, aber immer zu Studienzwecken oder aus anderen sinnvollen Gründen (wir haben mal Hilfsgüter nach Sri Lanka gebracht…). Jetzt hab ich einen Sohn, der so sehr gegen Flugreisen ist, dass ich nicht glaube, dass wir nochmal abheben werden.
      Allerdings sind bei uns Reisen aber immer sehr bildend. Vor allem Mann und Söhne saugen alle Informationen, die uns begegnen auf und müssen alles ergründen. Wusstest Du, dass der Meeresspiegel vor 5000 Jahren einige Meter tiefer lag und wahrscheinlich die meisten Hinkelsteine jetzt unter Wasser liegen? Wenn das Obelix wüsste… 😁
      Viele liebe Grüße zurück und Dir einen schönen Sonntagabend,
      Nanni

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    1. Liebe Pia,
      wir haben sehr lange abgewogen und sind froh, dass wir gefahren sind. Unsere Art Urlaub zu machen ist in Bezug auf Corona auch wirklich nicht gefährlich, da wir nur draußen und unter uns sind.
      Oh, da kannst Du Dich freuen, wenn ganz Frankreich noch vor Dir liegt!
      Liebe Grüße
      Nanni

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