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Semmelklöße im Juni

Der Juni war hier der Monat der Semmelklöße. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in diesem Monat kein einziges Mal Kartoffelklöße gekocht habe. Wie konnte es nur so weit kommen? 😉

Der Start in den Präsenzunterricht gepaart mit den ganzen Nachmittagsterminen, die auch gleichzeitig wieder begonnen haben, war schon ziemlich anstrengend. Ich hab ja immer die Meinung vertreten, dass ich meine Kinder nicht dauernd überall hin fahre und unsere Woche nicht so vollpacken will – aber im Laufe der Jahre und bei 4 Kindern ist es irgendwie doch passiert, dass an jedem Nachmittag mehrere Termine liegen. Zum Glück muss ich aber nicht immer fahren.

Dazu kommt noch die Konfirmation von Kind 4 am kommenden Wochenende. Wie schon letztes Jahr möchte ich auch diesmal das Essen selbst kochen. Da aber sehr lange nicht klar war, wie viele Gäste wir einladen dürfen, hing die genaue Planung in der Luft – das stresst mich immer. Außerdem haben mir die letzten Semmelklöße, die ich beim Besuch unserer Nachbarn gekocht habe, nicht perfekt gefallen, so dass ich die unbedingt nochmal ausprobieren und anpassen wollte. Denn ohne Semmelklöße ist der Sauerbraten doch nur halb so gut. Dadurch ist dann das Kartoffelklößekochen ausgefallen.

Aber zumindest hab ich jetzt das für mich perfekte Rezept für die Serviettenklöße gefunden. Das gibt’s heute auch hier.

Semmelklöße

  • 8 Brötchen von Vortag (an besten geht es, wenn sie schon etwas hart und nicht mehr nur weich sind) halbieren und die Hälften in feine Scheiben schneiden. In eine große Schüssel geben.
  • 6 Eier in eine andere Schüssel aufschlagen
  • 250ml lauwarme Milch zugeben
  • kleingehackte Petersilie in
  • 25g Butter anschwitzen und dazu geben
  • Salz nach Gefühl dazu und das Ganze mit den Brötchen schnell, aber ganz locker vermischen; dabei die Brötchen nicht zusammendrücken, sondern versuchen, dass möglichst viel von der Luft im Brötchen noch im Teig bleibt.

Nun kommt ein sehr praktischer, aber leider nicht sehr ökologischer Trick (von meiner Mama): die Masse locker in einen Gefrierbeutel geben (ich hab einen für 3l genommen). Auch hier nicht drücken, sondern alles möglichst locker lassen. Die Luft aus dem Beutel saugen und mit einem Haushaltsgummi richtig fest zumachen.

In einen großen Topf mit leicht kochendem Wasser geben und ungefähr eine Stunde lang garen.

Schmeckt zu allen Arten von Braten. Unbedingt etwas mehr machen und am nächsten Tag in Butter anbraten – mit eingeweckten Birnen finde ich ihn dann noch viel leckerer als alles andere.

Der Kloß kann auch am Vorabend zubereitet werden und die Nacht im Kühlschrank verbringen.

Upcycling:

An der Nähmaschine war im Juni auch nicht viel los. Für die herumliegenden Strick- und Häkelsachen hab ich eine Projekttasche genäht.

Stoffe aufbrauchen:

Und aus einem Rest Konfirmationsanzugstoff ist eine schicke Hose für Kind 4 entstanden.

Verlinkt bei:

Jahresprojekte der Zitronenfalterin

18 Kommentare zu „Semmelklöße im Juni

  1. Also deine Klöße sehen auf jeden Fall schon einmal köstlich und lecker aus! Die feine Projekttasche wird jetzt bestimmt fleißig benutzt. Hoffentlich wird dann auch diese Hose eifrig getragen. Hosen mit Reißverschluss und allem Pipapo sind mein Graus. Toll gemacht! Dein Juni war sehr erfolgreich.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      Vielen Dank Dir! Die Klöße waren echt gut und bei der Hose muss ich noch überlegen, ob sie zum täglichen Tragen frei gegeben wird oder für besondere Gelegenheiten bleibt 😉
      Liebe Grüße
      Nanni

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  2. Hmmm. Die Klöße sehen so gut aus! Ich hab die noch nie selber gemacht, aber das werde ich ändern. Dein Rezept wird baldigst ausprobiert. Klöße sind ja sehr vielseitig 😉
    Diese Taschen für Näh- Häkel- und sonstige Kreativsammlungen mag ich auch sehr. Sieht auch noch schön bunt aus!
    Schön Deine Projekte und noch mal viel Freude für das Wochenende, auf dass nichts vorher in Stress ausartet.
    Liebe Grüße
    Nina

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    1. Liebe Nina,
      Vielen lieben Dank Dir! Ich freu mich, wenn Du das Rezept ausprobierst – vielleicht magst Du mir ja berichten, wie es geklappt hat?
      Ja, ich mach immer gern alles bunt – dafür hab ich im Handarbeitsunterricht schon schlechtere Noten bekommen 😂
      Danke für die Wünsche für’s Wochenende – bisher läuft noch alles wie geplant.
      Liebe Grüße
      Nanni

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  3. Semmelknödel – das ist für mich immer Weihnachten, da hat sie meine Ma selig mit echten KuK-Wurzeln, zu einem typisch böhmischen Gericht gemacht, so lecker. Mit dem Effekt, dass ich mich nie getraut habe, sie auch selber zu machen. Die Fußstapfen waren zu groß für mich, wie bei allem, was aus der Küche meiner Mutter auf den Tisch gekommen ist. Dafür kann ich besser nähen. Zwar keinen Konfirmationsanzug, aber ein Kommunionkleid oder eine Kleid für ne schwangere Trauzeugin oder Blumenmädchen und solche Sachen. Grade ist wieder ein Hemd für ne Taufe nachgefragt.
    GLG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      das finde ich schön, wenn ein Gericht besondere Erinnerungen hervorruft! Bei mir ist es zum Beispiel Hasenbraten, der mich immer an meine Oma erinnert. Das mit den großen Fußstapfen passiert manchmal und wenn man nicht doch irgendwann reinsteigt, muss man sich einen anderen Weg suchen – was ja auch nicht das Schlechteste ist. So wie bei Dir das Nähen – auch ich hab da einfach einen anderen Weg gewählt als meine Oma, die Schneiderin war und unglaublich perfektionistisch und genau – ich nähe eben eher schnell und gemütlich. Komplizierte Kleider und Hemden traue ich mich nicht zu nähen – wenn ich mal was brauche, weiß ich ja jetzt, dass ich bei Dir anfragen kann 😉!
      Liebe Grüße
      Nanni

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  4. Liebe Nanni,
    deine Kloßideen sind einfach immer der Hammer und ganz sicher werden die Semmelklöße hier diesen Sommer mit den ersten Pfifferlingen auf den Tellern landen!
    Hab herzlichen Dank für das Rezept, ich sitze hier nun sabbernd, weil die so appetitlich ausschauen.
    Für die Konfirmation wünsche ich dir Gelassenheit bei den Vorbereitungen, natürlich gutes Gelingen, einen unvergesslichen Tag deiner ganzen Familie und Gottes Sehen dazu.
    Herzliche
    Claudiagrüße

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    1. Liebe Claudia,
      Vielen lieben Dank Dir! Lecker, auf Pfifferlinge hätte ich jetzt auch Lust – gute Idee! Übrigens sind die Knödel so schön gelb, weil die Eier von den Hühnern meines Bruders kommen – das macht einen großen Unterschied in der Optik.
      Vielen Dank auch für die Konfirmationswünsche,
      Dir ein schönes Wochenende,
      liebe Grüße
      Nanni

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  5. Oah, Semmelknödel… ich will auch… und was ist, ich muss gleich zum Zahnarzt. Das Leben ist ungerecht!
    So eine Projekttasche für Häkel- und Stricksachen könnte ich mir auch mal nähen. Bei mir fliegt der Kram immer lose rum und ständig verliere ich irgendwas.
    LG
    Centi

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    1. Liebe Centi,
      Vielen Dank! Ich hoffe, dein Zahnarztbesuch war ok und wünsche Dir (um die Ungerechtigkeit in der Welt etwas einzuschränken) dafür ein ganz besonders schönes Wochenende!
      Ja, die Projekttasche ist praktisch und ich kann sagen, dass in dieser Ecke des Wohnzimmers jetzt viel weniger Chaos ist 😁
      Liebe Grüße
      Nanni

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    1. Liebe Elke,
      vielen Dank Dir! Hier sind die Semmelklöße grad bei allen beliebt.
      Vielen Dank für die Wünsche – das mit dem glücklichen Konfirmanden trifft es genau – das wünschen wir uns und ihm auch!
      Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße,
      Nanni

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  6. Das Projekt geht ja noch ein halbes Jahr, weil jetzt im Sommer ist bei uns leichte Küche angesagt, aber wenn es kühler wird möchte ich gerne auch einmal solche Knödel ausprobieren, weil die sehen sehr lecker aus und deine Anleitung sollte zu schaffen sein. Ein schönes Fest wünsche ich euch am Sonntag, möge alles so gut gelingen wie du es dir wünscht. Für den Konfirmanden meine besten Wünsche für die Zukunft.
    L G Pia

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    1. Liebe Pia,
      zum Glück geht das Projekt noch weiter – ich bin gefühlt noch lange nicht am Ende…
      Ich freu mich, wenn du die Knödel mal ausprobierst – sind echt nicht so schwierig. Hier muss es allerdings erst noch warm werden, bevor es wieder kühler wird 😄
      Vielen Dank für die guten Wünsche – ich freu mich schon, einfach mal wieder einen Haufen netter Leute zu treffen,
      Dir einen schönen Sonntag,
      liebe Grüße,
      Nanni

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  7. Haaach, bei Deinem Serviettenkloß läuft mir das Wasser im Mund zusammen, aber zu Sauerbraten geht bei mir Semmelknödel gaaar nicht. Bei Schwiegermuttern gab’s das auch immer so, aber ich habe es als Kind anders kennengelernt – Kartoffelknödel zum Sauerbraten, Semmelknödel zum Schweinsbraten und so mag ich es bis heute. Deine Projekttasche gefällt mir auch sehr und Dein Talent, dem Kind eine schicke Hose zu nähen bewundere ich! Herzliche Grüße, Christine

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    1. Liebe Christine,
      das ist ja interessant – bei uns ist es genau anders herum: zu Schweinebraten müssen es Kartoffelklöße sein und zu Sauerbraten gibt es normalerweise Semmelknödel. Schon interessant, wie die Geschmäcker in der Kindheit geprägt werden.
      Vielen liebe Dank Dir und herzliche Grüße zurück,
      Nanni

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