Essen · gesundes Süßes · Kuchen

Rhabarber-Muffins

Für heute Nachmittag waren Gewitter gemeldet und ich hab mich auf eine gemütliche Zeit drinnen eingestellt. Die Gewitter kamen wie gewünscht, doch leider so heftig, dass das Wasser durch einen Lichtschacht in unseren Keller lief. Der gemütliche Nachmittag wurde also ersetzt durch einen Arbeitseinsatz im Keller.

Glücklicherweise wurde nämlich unsere Pappschachtel-Sammlung, die wir schon lange mal ausmisten wollten, geflutet. Nur die obere Schicht ist noch zu gebrauchen. Der nasse Rest lagert jetzt in der Garage und wird am Montag zum Wertstoffhof gebracht. So schnell ist eine unbeliebte Aufgabe erledigt, wenn es nicht anders geht…

Zur Stärkung gibt es jetzt Muffins. Die sind einfach und schnell gemacht – das geht sogar noch nach einem ungeplanten Einsatz im Keller. Ich hab zwei 2 Varianten gebacken: glutenfrei und Dinkel-Vollkorn.

Glutenfreie Rhabarbermuffins (für 6 große Muffinförmchen)

  • 50g Hafermehl (oder fein gehackte Haferflocken)
  • 50g Haferflocken
  • 50g gedrückte Kartoffel
  • 100g Joghurt
  • 75g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 65g Mascobado (oder anderen Zucker)
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 3 Stangen Rhabarber, in 1cm große Scheiben geschnitten

Alle Zutaten gut vermischen, in die Formen geben und bei 180° ungefähr 25-30 min backen.

Vollkorn-Rhabarber-Muffins (über Nacht)

  • 150g frisch gemahlenes Dinkelmehl
  • 125g Joghurt
  • 60g Butter

vermischen und über Nacht fermentieren lassen. Am nächsten Morgen

  • 1 Ei
  • 65g Mascobado oder anderen Zucker
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 3 Stangen Rhabarber, in 1cm große Scheiben geschnitten

zugeben und alles gut vermischen. Auf 6 große Muffinförmchen aufteilen und 25-30 min bei 180°C backen.

Ich backe Rhabarber-Kuchen gern in Form von Muffins, weil ich die einzige in unserer Familie bin, die sie mag. So kann ich sie einfrieren und einzeln auftauen, wenn ich Lust habe.

Eigentlich wollte ich noch schreiben, dass ja jetzt die letzte Chance ist, Rhabarberkuchen zu backen. Man hört oft, dass ab Mitte Juni oder Juli der Oxalsäuregehalt im Rhabarber zunimmt und man ihn nicht mehr essen soll. Doch gestern Abend saß mein Mann neben mir und las aus der Zeitung vor, dass die Oxalsäure nur ganz geringfügig zunimmt. Man isst den Rhabarber eher nicht mehr, weil die Stangen immer härter werden.

Natürlich enthält Rhabarber von Haus aus Oxalsäure, allerdings viel weniger als beispielsweise Spinat oder Petersilie. Der Großteil der Säure ist in den Blättern gespeichert und wenn man die Stangen schält, gart oder mit Milchprodukten kombiniert, kann man die Menge noch mehr reduzieren.

Lediglich Leute, die Nierenleiden oder einen Neigung zu Nierensteinen haben, sollten Rhabarber eventuell meiden. Alle anderen dürfen auch im Juni noch mit gutem Gewissen Rhabarbermuffins backen.

Und jetzt hab ich so viel geplauscht, dass ich die Rhabarbermuffins getrost beim Samstagsplausch verlinken kann.

7 Kommentare zu „Rhabarber-Muffins

  1. Hm, Lieblingsgemüse in Kuchenvariwnten dürfen immer wieder ausprobiert werden. Oft habe ich schon Joghurt an Zu Backendes getan, aber noch nie dran gedacht, den Teig über Nacht Ferientieren zu lassen. Und von WG Johanni als letzter Tag auch für Rhabarber, ich habe gelernt, dass es vor allem um s Ausruhender Pflanze geht. 🙂

    Hoffentlich wird der Keller ganz schnell wieder trocken! Wenn es nur unwichtige Kartons getroffen hat….aber die Arbeit und den Stress hätte man sich doch gern erspart, oder?
    Hier hat es ein paar km weiter auch ganz viel Einsätze wg Unwetter gegeben.
    Dann noch einen sehr erholsamen Sonntag und liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nina,
      das mit den Fermentieren über Nacht mach ich jetzt seit ein paar Jahren und finde es echt super. Gerade frisch gemahlenes Vollkorngetreide wird dadurch viel besser bekömmlich. Außerdem hab ich gelesen, dass die Phytinsäure abgebaut wird, die verschiedene Mineralstoffe bindet – das heißt, das Essen wird wirklich „gesünder“, also mineralstoffreicher, wenn man es fermentieren lässt.
      Das mit dem Ausruhen der Pflanze stimmt und macht auch Sinn. Wir haben nur früher immer gelernt, dass der Rhabarber dann giftig wird – aber wir haben auch andere merkwürdige Sachen gelernt 😂
      Das mit dem Keller war echt ein Tritt in den Hintern – es ist nicht kaputt gegangen, was wir noch aufheben wollten und jetzt ist vieles weg, das schon lange mal raus sollte. Ich bin froh, dass es uns nicht so schlimm erwischt hat, wie viele andere. Und jetzt ist der Boden schon wieder fast ganz trocken.
      Dir auch einen wunderschönen Sonntag,
      liebe Grüße
      Nanni

      Gefällt 1 Person

  2. Gut, dass die unangenehme Überraschung auch eine gute Seite hatte. Ich hoffe, alles kann wieder gut austrocknen. Vollkorndinkelmehl habe ich eben in einem Hoflädeli entdeckt. Es schmeckt wunderbar. Und über Rhabarber habe ich ja selber geschrieben. 🙂

    Liebe Grüsse zu dir

    Regula

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Regula,
      es ist schon fast alles wieder trocken – und so ordentlich 😁
      Vollkorndinkelmehl finde ich auch richtig schmackhaft und verwende es dauernd. Dein Rhabarberkuchen schaut richtig lecker aus – hast Du eine Puddingcreme drauf?
      Liebe Grüße zurück,
      Nanni

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  3. Liebe Nanni,
    jetzt habe ich mich erst mal bei dir durchgelesen. Von der Monatscollage über den Schweinebraten und den 12tel-Blick – bis zum Rhabarbermuffin. Die Muffin-Rezepte könnte ich auch mal ausprobieren. Meine Tochter hat sogar Rhabarber im Garten. Über Nacht fermentieren – das habe ich allerdings noch nie gemacht. Aber deine Erklärung dazu bei Nina ist einleuchtend. Deine Rezepte sind immer klasse!
    So eine Überschwemmung bei meinem Papierkram könnte bei mir gezwungenermaßen auch mal Ordnung schaffen 😀.
    Hab noch eine schöne Woche! Auch meine zwei Enkel sind heute Morgen nach langer Zeit wieder in die Schule und in den Kindergarten. Genieße deine Zeit ohne Homeschooling 😉!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      Vielen Dank für’s Vorbeischauen und Lesen! 😊
      Die Muffins mit der Kartoffel hören sich vielleicht etwas wild an, aber sie waren echt lecker – musste das Rezept auch schon in der echten Welt weitergeben. 😉 Das Fermentieren über Nacht ist echt toll! Am einfachsten gehen die Schmandwaffeln (die will ich bald noch in einer anderen Version posten) – da stürzen sich meine Kinder auf Vollkorn-Gebäck.
      Ich wünsch Dir trotzdem keine Überschwemmung im Papierkram 😂. Jetzt ist unser Keller zwar so schön, wie weit unserem Einzug nicht mehr, aber ich hätte auch mal nen gemütlichen Samstag gebraucht – obwohl ich ja jetzt ohne Homeschooling jeden Tag einen gemütlich Vormittag machen könnte, aber das klappt nicht so recht.
      Dir auch eine gute Woche und deinen Enkeln viel Freude in Schule und Kiga – hoffentlich können sie noch ein paar schöne Sachen nachholen, die in diesem Schuljahr nicht möglich waren!
      Liebe Grüße,
      Nanni

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