Essen · Wildkräuter

Vogelmiere und Schaumkraut

Kaum sind die Schneemassen weggetaut, die Temperaturen von -17 Grad wieder über Null geklettert, schon sprießen überall die ersten (Un-)Kräuter hervor. Noch lange bevor man daran denkt, das Frühbeet zu bepflanzen, kann man im Garten schon die ersten leckeren Pflanzen ernten.

Behaartes Schaumkraut

Das behaarte Schaumkraut – nicht das bekanntere Wiesenschaumkraut – ist in unserem Garten schon seit Anfang Februar überall zu finden. Es ist ein wirklich unangenehmes Unkraut, das sich schneller versäht als man schauen kann. Einige Jahre lang hab ich verzweifelt versucht, es aus unseren Beeten zu verbannen – bis ich gelesen habe, dass es essbar ist und nach Kresse schmeckt. Seitdem freue ich mich über jede Pflanze – und wenn ich sie mitten aus einem Gemüsebeet jäte, werden die schönen Triebe eben noch gegessen.

In meinem „Melonenbeet“ hat sich das Schaumkraut seit der Melonenernte frei ausbreiten dürfen und liefert jetzt den ersten Frühlingssalat.

Das Behaarte Schaumkraut enthält sehr viel Vitamin C (360mg/100g – 30g davon decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen), es regt die Leber- und Gallentätigkeit an und wirkt verdauungsfördernd.

Ich esse es meistens einfach so auf’s Brot, aber es eignet sich natürlich auch als Salatzugabe, als Zutat in Kräuterquark, Kräuterbutter und allem, was euch so einfällt. Um das Vitamin C zu erhalten ist es natürlich am besten, es roh zu essen.

Vogelmiere

Auch die Vogelmiere wächst schon so früh im Jahr in unserem Garten. Man kann sie aber auch gut das ganze Jahr über in Blumenkästen ziehen. Ich finde sie sieht auch schön aus, mit ihren kleinen weißen Blüten, die jetzt schon aufblühen.

Auch die Vogelmiere enthält viele Vitamine, gerade im Vergleich zu Kopfsalat, den man oft mühsam im Garten heranzieht. Sie wirkt entzündungshemmend, stärkt die Leber und kann auch äußerlich bei kleinen Wunden verwendet werden.

Sei eignet sich natürlich auch für Salate, Dips und als Spinatalternative. Bei mir kommt auch die Vogelmiere einfach auf ein Käsebrot; sie schmeckt wie geschmackvoller Kopfsalat – und erinnert mich immer an früher, als ich ein Kind war – hatte da der Salat noch mehr Geschmack, oder hab ich da immer Gras und andere Pflanzen gegessen?

2 Kommentare zu „Vogelmiere und Schaumkraut

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s