Essen · Wildkräuter

Giersch und Gundermann

Die richtigen Gärtner ernten jetzt womöglich schon den ersten Salat, aber irgendwie hab ich das noch nie auf die Reihe bekommen. Zum Glück gibt es eine wunderbare Alternative: Wildkräuter. Bevor mein Gärtnerjahr so richtig startet, sind sie schon alle da und ein erster aufmerksamer Gang durch den Garten wird mit einigen gesunden Leckereien belohnt. Hier im Garten ist schon alles am Wachsen. Giersch…

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Da schmecken vor allem die ganz frischen Triebe. Sie erinnern ein bisschen an Petersilie, aber milder und sehr knackig. Man kann den Giersch in Kräuterbutter und Dips geben, ihn als Salat anmachen (er hat viel mehr Vitamine als Kopfsalat) oder einfach so essen. Und man muss keine Angst haben, dass man zu viel erntet – es kommt immer wieder genug nach…

Gundermann…

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Gundermann ist eines meiner Lieblingskräuter. Er schmeckt nach … letztes Jahr wusste ich noch genau wie ich den Geschmack beschreiben soll, aber jetzt ist es mir entfallen. Am besten, ihr probiert selbst mal.

Später im Jahr bekommt der Gundermann noch wunderschöne lila Blüten, die auch sehr gut schmecken. Ich mag die frischen Triebe sehr gern auf einem Käsebrot.

Ein besonders nerviges Unkraut ist das behaarte Schaumkraut. Manchmal übersehe ich es komplett und schon hat es sich überall ausgebreitet. Das Schaumkraut blüht schon sehr früh und versäht sich auf diese Weise überall hin. Sein einziges Glück ist, dass es echt lecker schmeckt,

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nämlich eindeutig nach Kresse. Außerdem haben 100g davon den dreifachen Tagesbedarf an Vitamin C, was echt toll ist, nur glaube ich nicht, dass selbst in unserem Garten so viele Gramm zu finden sind…

Wer sich also im Frühling etwas Gutes tun will, kann einfach mit einem belegten Brot durch den Garten laufen und etwas Unkraut verspeisen. 

Nicht nur der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen macht unsere Wildkräuter zu besonderen Schätzen. Auf den Blättern wohnen sehr viele gute Milchsäurebakterien, die unser Körper benötigt und die im gekauften Supermarktessen kaum noch zu finden sind. Gerade die kleinen bodennahen Kräuter enthalten davon besonders viel.

Allerdings sollte man gut darauf achten, wo man seine Kräuter erntet, denn schöne Wegränder und Wiesen werden oft von Hunden frequentiert und für andere Zwecke gebraucht. Und bitte esst nur Kräuter, die ihr kennt – es gibt auch richtig giftige Pflanzen da draußen!

Kann man eigentlich auch von „Upcycling“ sprechen, wenn man das Unkraut aus dem Garten noch isst? Wenn man Salate oder Dips daraus macht? Oder es nur aufs Käsebrot legt? 

Verlinkt bei Frühlingsglück

2 Kommentare zu „Giersch und Gundermann

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